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Noch zu viele Schüsse |
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Auch Waffen sind noch unter der Bevölkerung weit verbreitet und werden häufig zum Mittel, um aus der extremen Armut zu fliehen. Der Verlust von Arbeit, von sozialen Bildungsinfrastrukturen und sanitären Einrichtungen und der Verlust einer sozial effizienten Struktur, lässt den ehemaligen Soldaten und Rebellen und den meisten Jugendlichen keine Alternativen. Häufig lassen sie sich von der einzigen Rebellengruppe, die das Friedensabkommen noch nicht unterzeichnet hat, anwerben oder sie organisieren sich in bewaffneten Gruppen und verbreiten somit Kriminalität, Gewalt und Korruption im Land. Noch heute hört man in den Nordvierteln täglich Erzählungen von Ermordungen, die in der Nacht von der Polizei, bewaffneten Gruppen oder Räubern verübt werden. |
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Eines
Tages in den Nordvierteln:
Gestern waren wir in einem Kabarett (in einem kleinen Lokal, in dem man häufig draußen sitzt) und plötzlich sind ein paar Soldaten angekommen, die ein Bier trinken wollten. Sie haben allen gesagt, sie sollten nach Hause gehen und das Kabarett verlassen. Einige haben geantwortet, sie würden ihr Bier austrinken und anschließend gehen. Die Soldaten wurden wütend und haben angefangen in die Luft zu schießen. Ein Jugendlicher wurde dabei am Arm verletzt. Am nächsten Tag wurde ihm der Arm amputiert. Er war Medizinstudent mit Spezialisierung in Chirurgie gewesen.
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Cesar:
Gestern wurde in der Nacht ein Freund von mir umgebracht. Er schlief neben seiner schwangeren Frau. Plötzlich wurde er wach, weil er zur Toilette musste. Er ging nach draußen auf die Toilette und als er fertig war, hörte er Geräusche im Nachbarhaus. Er schaute nach, was dort los war und sah eine Gruppe von bewaffneten Jugendlichen, die das Haus ausgeraubt hatten und nun fliehen wollten. Leider erkannte er einen Jugendlichen in der Gruppe und rief seinen Namen: Dieser Junge, wollte keinen Zeugen für seine Straftat haben. Deshalb rannte er meinem Freund nach und erschoss ihn mit seiner Pistole. Cesar war nur zur falschen Zeit auf die Toilette gegangen.
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Eines
Nachts in den Nordvierteln:
Plötzlich
wird die ruhige Nacht von einem Donnern durchzuckt. Es ist eine Granate,
die gleich neben die Schule von Cibitoke geworfen wurde. Schockiert
schließen sich die Leute in ihren Häusern ein. Am nächsten Tag
kursiert das Gerücht, dass einem Jugendlichen sein Handy gestohlen
worden war. Als er aber den Räuber erkennt, nimmt dieser schnell eine
Granate aus der Tasche und wirft sie, um den Bestohlenen zu töten. |
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Im
Landesinneren:
In
Burundi wird noch Hexerei praktiziert. Häufig wird eine Hexe bezahlt,
um jemanden umzubringen. Meistens handelt es sich dabei um Rache oder um
wirtschaftliche Gründe. Die Hexe hängt die Namen der Leute, die früher
oder später umgebracht werden, öffentlich aus, damit diese
sich dazu entschließen können, zusammen mit der ganzen Familie
zu fliehen.
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