Die Jugendlichen Burundis für die Entwaffung

 

 

 

 

Jérôme e Joëlle, Geschichte der gewöhnlichen Gewalt!

 

Am 7. Mai um 21.00 Uhr wurde Jérôme Ninteretse durch einen Schuss getötet. Seiner Frau, die er erst fünf Monate zuvor geheiratet hatte, wurde die Kehle durchgeschnitten und somit wurde auch das Kind, das das Paar erwartete, getötet. In den Nordvierteln verbreitet sich ein eisernes Schweigen: sie haben ihren "Hauptkämpfer für den Frieden" wegen unbedeutender und nichtiger  Gründe ermordet. Nur weil Waffen seit den letzten 50 Jahren der Geschichte zu den Gewohnheiten und der Routine Burundis gehören.

 

 

 

Weisse Tode, ohne Erklaerung.

 

Die 6.000, bei der Beerdigung von Jérôme und Joëlle Anwesenden, entschließen sich, dem Präsidenten eine Petition vorzulegen, die das Todesurteil für den jungen Mörder fordert. Es interveniert Eugène Nindorera mit einigen Treffen, die den Burundiern verdeutlichen sollen, dass nicht das Todesurteil, sondern die völlige Entwaffnung der Viertel nötig ist, um die Instabilität zu beenden und endlich das Kapitel des Krieges zuschlagen zu können. Die Bevölkerung versteht die Botschaft und fängt an, Unterschriften für die Entwaffnung zu sammeln. Denn ein definitives "JA" für den Frieden muss durch einen konkreten Beitrag von der und für die Zivilgesellschaft begleitet werden.

 

Eine Kampagne der Entwaffnung mit gleichzeitiger Sensibilisierung der Regierung und der Bevölkerung für gegenseitigen Respekt und Vertrauen, könnte eine gute Lösung für die definitive Stabilisierung der Lage darstellen.

Eine Kampagne der Entwaffnung sollte im Gegenzug zur Rückgabe der Waffe eine wirtschaftliche Anreizpolitik zur Steigerung von Bildungs- und Arbeitsplätzen vorsehen. Wenn das Viertel ausreichend sensibilisiert wäre, könnte ein Abkommen "Sag NEIN zu Waffen" unterzeichnet werden. Die Jugendlichen würden sich somit konkret für ein „NEIN“ zum Krieg und zur Gewalt und für ein "JA" der Garantie an Bildung einsetzen oder sie könnten sich auch einem Verein anschließen. Wenn sie letzteres wählten, erhielten sie eine Berufsausbildung und Hilfe in der Ausübung eines Berufes.